Seit wann existiert es die Firma Hoffmann?

Die Firma Hoffmann existiert seit 01.07.1986. Nachdem in den ersten Jahren hauptsächlich EDV-Dienstleistungen für mehrere Kliniken und Institute des AKH-Wien erbracht wurden, startete 1988 in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Arbeismedizin die Entwicklung des arbeitsmedizinischen Informationssystems AMIS. Parallel dazu erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Labor der II. Univ.-Klinik für Chirurgie und dem Institut für medizinische Computerwissenschaften die Entwicklung des Laborsystems ALOIS.
 

Welche Philosophie vertritt die Firma Hoffmann?

  1. Der Kunde hat ein Recht darauf, ein Produkt zu erwerben, welches seinen Erfordernissen optimal angepaßt wird. Wir wissen, daß kein Labor dem anderen gleicht und die unterschiedlichen Anforderungen nicht durch ein "Standardprodukt" abzudecken sind.
  2. EDV darf niemals Selbstzweck werden, sondern muß den Anwender weitestgehend bei seiner Tätigkeit unterstützen.
  3. Die von uns ausgelieferte Software muß so in das Betriebssystem eingebunden sein, daß ein absolut wartungsfreier Betrieb über einen längeren Zeitraum hinweg sichergestellt ist.
  4. Die Probleme des Kunden vor allem versuchen zu verstehen und sie nicht nur anzuhören. Verständnis führt zur besseren Lösung.
  5. Wir beobachten neue Entwicklungen und Trends. Wir setzen diese auch ein - unserem Ruf entsprechend allerdings erst, wenn sichergestellt ist, daß diese nicht zu einer Kreuzigung für unsere Anwender werden.

 

Welches know-how besitzt die Firma Hoffmann

Vertikales. Soll heißen von verschiedenen Formen der Organisationsstrukturen von Laboratorien angefangen über Kenntnisse des Software- und Datenbankdesigns weiter über Programmier- und Scriptsprachen sowie Betriebssysteme bis hin zur Hardware. Dieses know-how läßt sich nun wieder in mehrere Teilbereiche unterteilen, wie zB. Kommunikation mit online angeschlossenen Analyzern, wobei jedoch auch hier das vertikale Wissen ausschlaggebend ist, soll der Anschluß nicht an einem falschen Stecker oder einer fehlerhaften Definition einer Datenleitung scheitern. Letztendlich müssen jedoch auch Kenntnisse der Funktionsweise und des beabsichtigten Einsatzes eines solchen Analyzers vorhanden sein, um eine optimale Einbindung in das Gesamtsystem zu ermöglichen.
 

Wer sind die Paten von ALOIS?

Wir möchten uns an dieser Stelle bei zwei Kapazitäten ihres Faches bedanken, deren Gedankengut und Ideen wertvolle Inputs für unsere Entwicklungstätigkeit waren.

Herrn Dr. Alois MARKSTEINER, der durch sein herausragendes Wissen auf dem Sektor der medizinischen Datenverarbeitung immer wieder dazu beigetragen hat, in gerader Linie - ohne große Umwege über Fehlentwicklungen und Rückschläge - ans Ziel zu gelangen.

Herrn Univ.-Prof. Dr. M.M.Müller, der uns in seiner liebenswert-tempramentvollen Art nicht nur die Organisation seines Labors sondern auch andere mögliche Organisationsformen nähergebracht hat, sodaß diese bereits beim Grunddesign berücksichtigt werden konnten.
 

Referenzinstallationen in alphabetischer Reihenfolge

Allgem. Krankenhaus der Gemeinde Wien
Univ.-Klinik f. Kinder und Jugendheilkunde
Zentrallabor
Notfalllabor

Allgem. Krankenhaus der Landeshauptstadt St. Pölten
Nuklearmedizinisches Labor

Gottfried v. Preyer'sches Kinderspital d. Gemeinde Wien
Zentrallabor

Kaiser Franz Joseph Spital d. Gemeinde Wien
Zentrallabor
Notfalllabor
Laboratorium der II. med. Abteilung
Laboratorium der III. med. Abteilung

Kaiserin Elisabeth Spital d. Gemeinde Wien
Zentrallabor
Notfalllabor

Kaiserin Elisabethspital d. Gemeinde Wien
Nuklearmedizinisches Labor

Wilhelminenspital d. Gemeinde Wien
Zentrallabor
Notfalllabor

Wilhelminenspital d. Gemeinde Wien
Nuklearmedizinisches Labor


 

Welche Verkabelung wird empfohlen?

Nach dem derzeitigen Stand der Technik kann bei Neuverkabelungen nur eine CAT-5 bzw. CAT-6 Verkabelung empfohlen werden. Von CAT-7 Verkabelung raten wir gegenwärtig noch ab, da sie keine erwiesenen Vorteile gegenüber CAT-6 bringt und zudem noch keine einheitlichen Steckersysteme normiert wurden.

Bei bereits bestehenden anderen Verkabelungstypen wie zB. Koax sind wir gerne bereit die Art der Verkabelung auf ihre Tauglichkeit zu prüfen. Achten Sie bitte auch bei CAT-5 darauf, daß die Leitungslängen 150 m nicht übersteigen.
 

Wieviele Auslässe sollen projektiert werden

Seien Sie bei der Projektierung der Anzahl der Auslässe großzügig. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, daß die Anzahl der erforderlichen Auslässe auch bei anfangs reichlicher Bemessung im Laufe der Jahre knapp wurden und dann um teures Geld nachverkabelt werden mußte. Beziehen Sie bei der Berechnung auch Telefonleitungen und Leitungen der Gegensprechanlagen für jeden Arbeitsplatz mit ein, da diese ebenfalls über CAT-5 Verkabelungen betrieben werden können.

Wesentlich ist auch, an Stellen, wo keine derzeitige EDV-Nutzung stattfinden soll, eine Basisverkabelung vorzusehen. Nur allzu oft ergibt sich im Verlaufe der Zeit eine geänderte Logistik innerhalb des Labors, der dann natürlich auch die Verkabelung gerecht werden soll. Bedenken Sie bitte auch, daß in Ermangelung einer passenden Dose quer durch den Raum gespannte/verlegte Kabel das Unfallrisiko erhöhen und daher auch dem Arbeitsinspektorat ein Dorn im Auge sind.
 

Wer führt die Verkabelung durch?

Auftraggeber für die Verkabelung ist in der Regel die Bau- bzw. technische Direktion der jeweiligen Krankenanstalt die ein konzessioniertes Unternehmen damit beauftragt.
 

Wer beschafft welche Hardware?

In der Regel wird die Hardware vom Kunden beschafft und beigestellt. Grundsätzlich wären auch wir in der Lage, die erforderliche Hardware beizustellen. Es ist jedoch in diesem Zusammenhang zu bedenken, daß die meisten Krankenanstalten mit bestimmten Hardware-Herstellern Mengenbeschaffungsverträge abschließen und dadurch deren Endpreise von Hardware weit unter unseren Einkaufspreisen liegen.

Ferner sollten Sie auch bedenken, daß die Krankenanstalt als Großkunde ebenfalls günstigere Konditionen für die Hardware-Wartung aushandeln kann, was sich positiv auf die laufenden Betriebskosten auswirkt.
 

Auf welchen Rechnertypen läuft ALOIS

ALOIS läuft grundsätzlich auf jedem Rechnertyp, auf dem ein UNIX-Betriebssystem lauffähig ist.

Empfohlen werden RISC-Rechner der namhaften Hersteller wie Compaq/Digital (Alpha-Prozessoren) bzw. IBM (RS-6000). Da die einzelnen Typenbezeichnungen und Rechnerleistungen in permanentem Fluß sind, beraten wir Sie zu gegebener Zeit gerne über die erforderliche Ausstattung der aktuellen Modelle, nachdem wir uns auch ein Bild über Ihr Mengengerüst machen konnten.
 

Kann man auch einen PC und LINUX verwenden?

Technisch ja, für die Praxis können wird es jedoch nicht empfehlen. "Professionelle UNIX-Hardware" bringt nicht nur die bessere I/O- und Netzwerkperformance, sondern es sind auch die einzelnen Hardwarekomponenten besser aufeinander abgestimmt.

Immer wieder gibt es immense Schwierigkeiten, da eine Netzwerkkarte, ein SCSI-Controller oder eine Bildschirmkarte der neuesten Generation einfach nicht mit dem Rest des Rechners "konnten". Für den Hobby-UNIX'er ist dies kein großes Problem, da nach kurzer Zeit ohnehin die passenden Treiber für diese neue Karte im Internet verfügbar sein werden. Für den professionellen Anwender hingegen kommt unseres Erachtens nur eine Hardware in Frage, die bereits vom Hersteller auf gegenseitige Kompatibilität getestet wurde und daher auch von Anbeginn an funktioniert.

Als Datensichtgerät, an dessen Leben oder Tod nicht der gesamte Laborbetrieb hängt könne Sie jedoch gerne einen PC unter LINUX einsetzen.
 

Wo sollte der Rechner aufgestellt werden?

Wenn Sie die Möglichkeit haben den/die Rechner in den Maschinenräumen der hauseigenen EDV-Abteilung unterzubringen, sollten Sie davon unbedingt Gebrauch machen.

  1. der Maschinenraum ist immer notstromversorgt,
  2. er ist bestens gegen Fremdzutritt gesichert (Diebstahl von EDV-Einrichtungen ist keine Seltenheit, zumal die Rechner immer kleiner und "handlicher" werden),
  3. er besitzt meist ausgezeichnete Brandmelder und EDV-gerechte Löschmittel (Halon-Feuerlöscher),
  4. ist klimatisiert, was bei den heutigen Rechnern zwar nicht mehr Bedingung ist, jedoch keinesfalls schadet
  5. und weist letztlich nicht den hohen Staubanteil auf, unter dem vor allem Laboratorien leiden, die sich im Gebäudetrakt einer Bettenstation befinden (durch die Staubablagerungen im Inneren der Maschine wird die Hitzeabstrahlung der elektronischen Bauteile nach und nach reduziert, bis diese dann den "Hitzetod" sterben).

Sollten Sie die Möglichkeit der Unterbringung in einem Maschinenraum nicht haben, wählen Sie entsprechen der oben angeführten Punkte jenen Aufstellungsort, der den aufgezeigten Kriterien am ehesten entspricht.
 

Welche Datenendgeräte werden empfohlen?

Als Datensichtgeräte sind ASCII-Terminals ausreichend. Es können jedoch auch PC's mit Terminalemulation oder X-Windows Software wie zB. Exceed verwendet werden.

Als Drucker für Listen des internen Gebrauchs wie zB. Arbeits- oder Patientenlisten empfehlen wir wegen der niedrigen Betriebskosten Matrix-/Tintenstrahldrucker mit 132 Stellen. Um zu vermeiden, daß mehrmals täglich das Papierfach aufgefüllt werden muß, sollten Sie nur Modelle auswählen, die auch Endlospapier bedrucken können. In weitläufigen Laboratorien sollten Sie mindestens 3 Arbeitslistendrucker installieren.

Für den Befunddruck kommen eigentlich nur Laserdrucker in Frage. Achten Sie in diesem Fall auf große Papierladen und hohe Druckgeschwindigkeit. Gehen Sie davon aus, daß Sie pro Patient durchschnittlich 2 Seiten werden drucken müssen. Bei 300 Patienten am Tag sind das 600 Seiten. Wenn der Drucker 6 Seiten in der Minute schafft, so sind dies 100 Minuten für den täglichen Befundausdruck (nicht miteingerechnet die etwa 15 Minuten, die es im Schnitt dauert, bis auffällt, daß Papier nachgeladen werden muß).

Wir empfehlen daher den Einsatz von mindestens 2 besser 3 Befunddruckern.

Für den Ausdruck von Barcode-Etiketten müssen Sie ebenfalls 2-3 Labelprinter kalkulieren. Achten sie bitte darauf daß der Labelprinter bereits abgelöste Etiketten spendet. Es ist nämlich enorm zeitaufwendig, die Etiketten vom Trägerpapier zu lösen.
 

Welche sonstige Hardware wird benötigt?

Sofern in Ihrer Krankenanstalt nicht über das Netzwerk (wie zB. ADSM) Daten gesichert werden, ist die Anschaffung eines Bandlaufwerkes unerläßlich.

Je nach gewählter Architektur werden Sie auch noch die entsprechende Anzahl von HUB's und/oder Terminalserver budgetieren müssen.

Ferner werden Sie sowohl für die Hardware-Ferndiagnose als auch für die Softwarewartung ein (ISDN-) Modem benötigen.

Sollte keine hauseigene "echte" unterbrechungsfreie Stromversorgung vorhanden sein, sollte auch auf diese, zumindest für den Rechner nicht vergessen werden.
 

Wer beschafft das Betriebssystem?

Das Betriebssystem wird von Ihnen (Ihrer Krankenanstalt) im Zuge der Hardwarebeschaffung für den jeweiligen Rechnertyp in der erforderlichen Anzahl der Benutzer lizenziert.
 

Wieviele User-Lizenzen müssen beschafft werden?

In der Regel reicht es, die Anzahl der verorteten Bildschirme zu zählen, um die Anzahl der gleichzeitig arbeitenden Benutzer zu ermitteln. Abweichende Werte können sich ergeben, wenn ALOIS-Mandant im Einsatz ist und nicht alle Laboratorien zur gleichen Zeit arbeiten.
 

Sind für Analyzer ebenfalls Lizenzen erforderlich?

Nein. Aus Sicht des Betriebssystems handelt es sich bei der Treiber-Software für online angeschlossene Analyzer um keinen Online-User.
 

Wird für ALOIS-TWINS die doppelte Lizenzanzahl benötigt?

Das ist im Einzelfall aus den Lizenzvereinbarungen des Herstellers der Betriebssystem-Software zu entnehmen. Wenn der Master-Rechner funktionsfähig ist, sind am Backup-Rechner keine Benutzer aktiv, dh. er benötigt auch keine User-Lizenzen oder richtiger formuliert, es werden auf ihm keine User-Lizenzen genutzt.

Ist im umgekehrten Fall durch den Ausfall des Masters der Backup-Rechner aktiv, werden auf diesem die Lizenzen des Masters genutzt.

Es ist daher im Einzelfall zu klären, ob gemäß den Lizenzvereinbarungen eine alternierende Nutzung der User-Lizenzen zulässig ist und der Backup-Rechner mit einer "nackten" Betriebssystem-Lizenz das Auslangen findet.
 

Wer installiert das Betriebssystem?

Sofern die Installation des Betriebssystems nicht bereits werksseitig erfolgt ist und auch das Rechenzentrum der jeweiligen Anstalt diese nicht vornehmen will oder kann, führen wir diese als kostenloses Service durch.
 

Wie lange dauert die Installation von ALOIS?

Die Installation und Konfiguration des ALOIS Grundpakets dauert zwischen 4 Tagen und 6 Wochen, in Abhängigkeit von den beauftragten Modifikationen und Anpassungen, sofern diese nicht vorab firmenintern ausprogrammiert werden konnten und der Anzahl der anzuschließenden Analyzer.

Daran schließt sich ein etwa 3-tägiger Probebetrieb der dem Test der laufenden Konfiguration dienen soll.
 

Schulung

Nach Installation und Probelauf erfolgt in Abstimmung mit dem Laborleiter die Schulung. Um den Laborbetrieb nicht zur "rush-hour" am Vormittag zu beeinträchtigen, hat sich die Aufteilung der Grundschulung auf mehrere Nachmittage in kleineren Gruppen bewährt.

Die Schulung wird grundsätzlich nicht in einem Lehrsaal oder ähnlichem durchgeführt sondern erfolgt in Form eines training on the job, bei dem auftretende Probleme sofort gemeinsam mit dem Trainer gelöst werden.
 

Wird ALOIS auch nach der Anzahl der User lizenziert?

Nein. Diesen ganzen Lizenzzirkus wollen wir Ihnen und auch uns nicht antun. Die ALOIS Basislizenz ist von unserer Seite an keine Maximalanzahl von gleichzeitigen Usern gebunden.

Und wenn Ihr Labor wächst und die Anzahl der User steigt?

Dann freuen wir uns mit Ihnen.

In einem persönlichen Gespräch erörtern wir gerne, warum uns Ihr Erfolg so freut.
 

Wie lange dauert die Schulung?

Bis jede(r) Mitarbeiter(in) des Labors sicher in der Beherrschung des Systems ist. Die tatsächliche Schulungsdauer hängt von sehr vielen Faktoren wie

Größe der Gruppen
Arbeitsanfall am Schulungstag
herrschende Labororganisation
uva.

ab.

Nach unseren Erfahrungen erkennen die Anwender selbst am besten, wann sie sich reif für den Startschuß fühlen. Dies war bisher ist in der Regel nach 3 bis 7 Schulungseinheiten der Fall.
 

Der Startschuß

... erfolgt meist an einem ruhigen Tag gegen Mitte der Wochen. Da noch alles neu und ungewohnt ist wird an diesem Tag die Arbeit trotzdem etwas länger dauern. Nach etwa 3-4 Tagen wird die normale Arbeitsleistung dann wieder erreicht sein und nach etwa 2-3 Wochen ist der Rationalisierungseffekt deutlich manifest.

Während der ersten Tage ist auch immer ein Systemspezialist vor Ort, um plötzlich auftretende Fragen sofort zu beantworten.


 

Darf jeder Nutzer alles machen?

Nein. Für jeden Nutzer wird genau festgelegt welche Aktionen er durchführen darf. Jene, für die er keine Berechtigung besitzt, erscheinen erst gar nicht am Bildschirm.
 

Ist jeder Analyzer an ALOIS anschließbar?

Sofern der entsprechende Analyzer eine HOST-Schnittstelle besitzt, ja. Im Regelfall handelt es sich um eine sogenannte RS-232 Schnittstelle bei Geräten der neuesten Generation bereits um eine LAN-Schnittstelle basierend auf TCP/IP.

Wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen, teilen Sie uns rechtzeitig Ihre Anschaffungsabsichten mit und wir klären die Details mit dem Hersteller.
 

Müssen Analyzer ein bestimmtes Protokoll können?

Nein. Es ist zwar in der letzten Zeit die Anzahl der Hersteller gestiegen, die ASTM-Protokoll für ihre Analyzer anbieten, jedoch sollte das verwendete Protokoll Ihre Kaufentscheidung nicht wesentlich beeinflussen. Viel wichtiger ist, wie das Gerät von seiner Arbeitsweise her in Ihre Laborstruktur paßt.

Unser Preis ist für jeden Online-Anschluß gleich, unabhängig welche(s) Protokoll(e) der Analyzer beherrscht.
 

Welche Maximalanzahl von Analyzern kann ALOIS servicieren?

Das ist primär von der eingesetzten Hardware abhängig. Eine vernünftige Obergrenze, die jedoch weniger ein softwaretechnisches Problem als vielmehr ein Problem der Überschaubarkeit darstellt, kann man bei etwa 150 bis 200 Analyzer annehmen. Dann muß man jedoch schon etwa 15 Bildschirmseiten im ALOIS-Menüpunkt "Automatenhandling" in Kauf nehmen.

Wie gesagt, hier setzt weniger die Technik oder die Software als vielmehr der Mensch die Grenzen des Vernünftigen und Machbaren. Es wäre in diesem Fall jedoch ratsam, die Gesamtlast auf mehrere Mandanten (siehe ALOIS-Mandant) aufzuteilen, um überschaubarere Größenordnungen zu erhalten.
 

Wie hoch ist die max. Anzahl von Usern?
Gibt es ein Limit für die Anzahl der Schnittstellen?

Für beide Fragestellungen gilt die Antwort betreffend der max. Anzahl anschließbarer Analyzer sinngemäß.
 

Was ist ein Mandant?

Ein Mandant im Sinne des Softwareproduktes ALOIS-Mandant ist ein (weiteres) Labor innerhalb einer Krankenanstalt, welches vom (Erst-) Labor entweder völlig abgekoppelt oder aber mit definierbaren Überschneidungen der Datenbanken arbeitet.
 

Wann/warum soll ein Mandant eingerichtet werden?

Für die Einrichtung eines Mandanten gibt es drei Ausgangsszenarien:

  1. In einem Spital ist im Zentrallabor bereits ALOIS installiert und ein oder mehrere kleinere (Spezial-) Laboratorien anderer Abteilungen wollen ebenfalls mit ALOIS arbeiten. Diese Laboratorien unterstehen jedoch nicht dem Zentrallabor, sodaß die Schaffung eines eigenen Nummernkreises wie er die Trennung zwischen Routine und Notfall im Zentrallabor realisiert, nicht ausreicht. Wegen des geringen Probenvolumens würde sich für diese jedoch die Anschaffung eines eigenen Laborsystems nicht rechnen.
  2. Das Zentrallabor ist auf Grund seiner Struktur in mehrer Sub-Bereiche gegliedert (klin. Chemie, Häma, Gerinnung etc.), die voneinander möglichst unabhängig arbeiten sollen und nur wenige Daten wie zB. Patientenstammdaten gemeinsam nutzen.
  3. Mischformen von 1 und 2.

 

Welche Vorteile bietet ALOIS-Mandant?



gemeinsame Nutzung der vorhandenen Hardware
gemeinsame Nutzung des Betriebssystems und der User-Lizenzen
gemeinsame Nutzung der ALOIS-Software
gemeinsame Nutzung der Hard- und Softwarewartung


bei bis zu 100%-iger logischer Trennung der einzelnen Mandanten und nur einen Bruchteil der Anschaffungskosten eines eigenen ALOIS-Systems für jedes Labor.

Dies wird von einigen unserer Kunden zur vollsten Zufriedenheit genutzt.
 

Welche Nachteile bringt ALOIS-Mandant?

Sofern keine Hardwareprobleme auftreten: keine.

Man sollte sich jedoch dessen bewußt sein, daß im Falle des Falles alle Mandanten von einer Störung betroffen sind.

Dies ist auch der Grund, warum wir für ALOIS-Mandant dringend den Einsatz von ALOIS-Twins anraten.

Es ist, nebenbei bemerkt, weder kaufmännisch noch klug, wenn innerhalb der selben Anstalt zwei Laboratorien ihr eigenes ALOIS-System betreiben. Nicht nur, daß ALOIS-Mandant in Kombination mit ALOIS-Twins günstiger kommt als zwei Komplettsysteme, ist diese Lösung auch für beide Laboratorien ausfallsicher, dh. es ist in diesem Fall die billigere noch dazu die technisch bessere Lösung.
 

Wer richtet einen Mandanten ein?

Ein Mandant kann und darf nur von uns eingerichtet werden. Die Eingriffe in das Gesamtsystem sind zu weittragend, als daß dies von einem End-User oder Administrator der Krankenanstalt durchgeführt werden kann.
 

Kann ein Mandant auch noch nachträgliche eingerichtet werden?

Ja. Das ist sogar der Regelfall.
 

Welche sonstigen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?


die entsprechenden Betriebssystem-Lizenzen für die neuen User müssen vorhanden sein
RAM und Plattenspeicher müssen ausreichend sein
die Maschine darf nicht "aus dem letzten Loch pfeifen", dh. muß in der Lage sein, die zusätzliche Belastung zu verkraften

 

Was ist ALOIS-Twins?

ALOIS-Twins ist eine spezielle Softwareerweiterung von ALOIS die den ausfallsicheren Betrieb der Labor-EDV sicherstellen soll. Die Grundidee der Software besteht darin, daß die Datenbank eines Master-Rechners in regelmäßigen Zeitintervallen auf die Datenbank eines Backup-Rechners projiziert wird, sodaß idente Datenbestände auf den beiden Rechnern bestehen.

Sollte der Master-Rechner störungsbedingt ausfallen, übernimmt der Backup-Rechner die Funktion des Master-Rechners.
 

Warum sollte ALOIS-Twins verwendet werden?

Viele Kunden fragen, warum im Zeitalter des Disk-Mirroring (Spiegelplattenbetrieb) an einen kompletten Backup-Rechner gedacht werden sollte.

Die aufwendigste Disk-Redundanz wie zB. RAID wird entzaubert, wenn beispielsweise das Netzteil oder die CPU-Platine versagen.

Durch einen zweiten Rechner, auf den im Bedarfsfall zurückgegriffen werden kann, wird der Adrenalinspiegel, der in solchen Situationen entsteht, entscheidend gesenkt.

ALOIS-Twins empfehlen wir insbesondere beim Einsatz von ALOIS-Mandant, da in solchen Konfigurationen gleich mehrere Laboratorien in einer Krankenanstalt von einem Ausfall betroffen sind.
 

Welchen Rechner braucht man für den Twin?

Es wird oft die Frage gestellt, ob der Backup-Rechner mit dem Master-Rechner ident sein muß.

Ein absolutes Muß ist es nicht, jedoch empfehlenswert. In keinem Fall sollte der Backup-Rechner 3 Klassen hinter dem Master liegen, denn

immerhin muß er mit dessen Geschwindigkeit bei der Daten-I/O mithalten können, um die Veränderungen in der Datenbank des Masters in seiner Datenbank nachziehen zu können und außerdem
im Fall des Falles den gesamten EDV-Betrieb im Labor abwickeln.


Einige unserer Kunden ließen sich im Zuge von Neubeschaffungen den (bisherigen) alten Rechner als Twin einrichten. So kann im Normalfall mit dem schnellen Neuen zügig gearbeitet werden, während bei dessen Ausfall, mit gewissen Geschwindigkeitseinbußen, durchaus noch auf den alten Rechner zurückgegriffen werden kann.
 

Übernimmt der Twin automatisch den Betrieb oder ist ein manueller Eingriff erforderlich?

Das kann bei Konfiguration des Twins angegeben werden und ist auch später noch änderbar. Alle unsere Twins-Kunden haben sich jedoch für die manuelle Übernahme entschieden, möglicherweise motiviert durch die Angst, daß sie sonst den Ausfall des Masters nicht merken würden.
 

Schaltet der Twin manuell/automatisch wieder auf den Master zurück?

Sorry, weder noch. Sie brauchen uns für den Rückstieg auf den Master. Dies hat zwei Gründe:

  1. um ganz sicher zu verhindern, daß durch unvorhergesehene Umstände beide Rechner Master sind, sind weitgehende Sperren eingebaut, die nur von uns rückgesetzt werden können und
  2. wir wollen den "reparierten" Rechner noch genau testen, bevor wir ihn wieder für den Vollbetrieb freigeben.

Unsere Dienstleistung für die Unterstützung des Rückstieges ist nicht kostenpflichtig.